Der Staat gewährt Auszubildenden oder Ausbildungsbetrieben - trotz leerer Haushaltskassen - in besonderen Fällen Hilfen. Besonders wenn die Ausbildung wegen schlechter Leistungen des Lehrlings auf der Kippe steht oder der Auszubildende finanzielle Probleme hat, gibt es verschiedene Hilfen. Im nachfolgenden Text lesen Sie, was Ihnen oder dem Azubi zusteht.

1. Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Diese sind als Nachhilfeunterricht für Jugendliche gedacht, deren Ausbildung aufgrund von schulischen und sprachlichen Defiziten oder Problemen im sozialen Umfeld gefährdet ist.

Wer trägt die Kosten der abH?

Diese trägt das Arbeitsamt. Stellen Sie Ihren Azubi für diese Hilfe frei, ersetzt das Arbeitsamt Ihnen die entsprechende anteilige Ausbildungsvergütung.

Wie wird abH durchgeführt?

Diese Hilfe erfolgt in Kleingruppen (ca. 5 Teilnehmer) und dauert zwischen 3 und 8 Stunden wöchentlich. Für jeden Azubi wird ein individueller Förderplan erstellt.

Wo muss abH beantragt werden?

Über die Teilnahme entscheidet die Berufsberatung Ihrer zuständigen Arbeitsagentur.

Wie lange wird abH bewilligt?

Bewilligt wird abH meist für ein Jahr und muss dann neu beantragt werden. abH von Ausbildungsbeginn bis Ausbildungsende ist möglich.

2. Ausbildungsbonus bei Insolvenz

Arbeitgeber erhalten bis Ende 2013 einen Ausbildungsbonus (einmalig max. 6.000 €), wenn sie Auszubildende übernehmen, deren Ausbildungsvertrag wegen einer Insolvenz, Stilllegung oder Schließung des früheren Ausbildungsbetriebs beendet worden ist.

Wo kann die Hilfe beantragt werden?

bei den örtlichen Agenturen für Arbeit

3. Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) soll Jugendliche während ihrer Ausbildung oder ihrer Teilnahme an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen Hilfe bei finanziellen Schwierigkeiten bieten.

Zielgruppe:

  • Auszubildende, die nicht mehr im Elternhaus wohnen können, weil der Ausbildungsbetrieb für eine tägliche Hin- und Rückfahrt zu weit entfernt ist.

 
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