Unser Arbeitsrechtsexperte: RA & Dipl.-Arb.wiss. Ingo Mrowka, LL.M. ist als Arbeitsrechtsanwalt und Seminarreferent bundesweit tätig. Kontakt: mail@raarbeitsrecht. com



 
Gerade die Handwerksbranche ist sehr konjunkturanfällig. Bleiben die Aufträge aus, kommen viele Handwerksbetriebe nicht umhin, sich von einem Teil ihrer Mitarbeiter zu trennen. Das übliche Mittel: betriebsbedingte Kündigung.Was Sie dabei als Handwerksunternehmer beachten müssen, erfahren Sie hier.
Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Betrieb läuft seit einiger Zeit nicht so gut. Aufträge bleiben aus und Rechnungen werden von den Kunden nicht beglichen. Die Folge: Sie müssen den Rotstift ansetzen und die Kosten senken. Irgendwann kommen Sie an den Punkt, wo Sie als Handwerksunternehmer auch bei den Personalkosten sparen und Mitarbeiter entlassen müssen.Ein probates Mittel sind betriebsbedingte Kündigungen.

Vorsicht!



Ein Fehler genügt und schon ist die betriebsbedingte Kündigung unwirksam. Die Folge: Entweder müssen Sie den Mitarbeiter weiterbeschäftigen, obwohl Sie keine Arbeit für ihn haben.Oder Sie müssen sich teuer freikaufen und dem Mitarbeiter eine hohe Abfindung zahlen.Um beides zu vermeiden, sollten Sie streng darauf achten, dass Ihnen bei der betriebsbedingten Kündigung keine Fehler unterlaufen. 

Das ist eine betriebsbedingte Kündigung


Hier liegt es nicht an Ihrem Mitarbeiter, dass er gekündigt wird. Vielmehr sind betriebliche Gründe der Anlass für die Entlassung. Als erstes sollten Sie als Handwerksunternehmer prüfen, ob der für die Kündigung in Aussicht genommene Mitarbeiter überhaupt Kündigungsschutz genießt.

Wenn der Mitarbeiter Kündigungsschutz genießt


Fällt der Mitarbeiter unter den Kündigungsschutz, müssen Sie unbedingt das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) beachten. Gemäß § 1 Abs. 2 und 3 KSchG ist eine betriebsbedingte Kündigung nur dann gerechtfertigt, wenn
  1. dringende betriebliche Erfordernisse vorliegen,
  2. die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen und 
  3. Sie eine ordnungsgemäße Sozialauswahl getroffen haben.

 
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